1985 am  Anfang von Radio Downtown stand eine Katastrophe!  Ein krimineller Geschäftspartner brachte mich um meine sämtlichen Ersparnisse. Dennoch baute ich in Konkurrenz zu den Nürnberger Großverlagen zunächst einen kleinen Schüler- und Studentensender mit Standort Erlangen auf. Trotz anfänglich nur 6 Stunden Sendezeit am Abend, was eigentlich einem Todesurteil gleichkam, weil man abends keine Werbezeiten verkaufen kann, behauptete ich den kleinen Sender nicht nur am Markt, sondern führte ihn bereits nach drei Jahren in die Gewinnzone.  Hierzu trugen insbesondere mein Konzept eines einsehbaren Studios in einem Radiolokal und der Standort Erlangen bei. Auch nach einem aufgezwungenen Frequenzwechsel, der einem Neustart bei  Null  gleich kam, war Downtown erneut nach drei Jahren wieder in der Gewinnzone.

Nach und nach konnte ich die Sendezeit auf den Tag verlegen und auf immerhin 16 Stunden ausweiten. Für viele Moderatoren wurde Downtown der Einstieg in eine erfolgreiche Karriere.  Die bekanntesten dürften Markus Kavka (Viva und MTV), Valerie Weber (Hörfunkchefin WDR) und Marcus Fahn (Bayern 3) sein. Daneben förderte ich Regionalbands.  J.B.O. und Fiddlers Green konnten so eine sehr erfolgreiche nationale Musikerkarriere starten.

Als sich die Nürnberger Sender 1995 aus wirtschaftlicher Notwendigkeit zu einem Funkhaus zusammenschlossen, beteiligte ich die europaweit erfolgreiche französische Radiokette NRJ an meinem Sender, benannte ihn in „NRJ Nürnberg“ um und fungierte forthin als geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter. 2001 zogen wir mit dem Sender nach Nürnberg in den Businesstower, 2002 erhielten wir endlich eine 24 Stunden Frequenz und eroberten den Markt. 2004 wurden wir Marktführer in 2 von drei relevanten Zielgruppen und Nummer 2 in der dritten.  Dies war der günstigste Moment für mich, meine Anteile zu veräußern und mich anderen Dingen im Leben zuzuwenden.

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